Jeder kennt die guten Tipps aus dem Bekanntenkreis. Da heisst es, man solle bloss die Optik von XP abschalten. Das Aussehen von Windows 2000 sei zwar schlichter, der Rechner würde aber deutlich schneller laufen ohne den grafischen Overhead. Oder man solle öfter mal die Registry auf überflüssige Schlüssel überprüfen lassen, weil eine große Registry das System ausbremse.
Auch beliebt ist der Tipp, nicht mehr als 100 Schriftarten zu installieren. Außerdem möge man doch bitte einen erheblichen Teil der Festplatte frei lassen, um nicht an Performance zu verlieren. Die Zeitschrift c´t hat in ihrer Ausgabe 17/2005 all diese Tipps auf´s Korn genommen und kommt zu dem Ergebnis, dass die allermeisten (jedenfalls die bisher hier genannten) Tuning-Tipps überflüssig sind. Messbare Geschwindigkeitssteigerungen sind nicht zu erzielen.
Damit ist den meisten Tuning-Programmen die Existenzberechtigung abgesprochen. Geben Sie also kein Geld aus für solche Spielereien.
Sinnvoll sind regelmäßige Defragmentierungsläufe, sowie schlicht das Beenden von Programmen, die man gerade nicht benutzt. Also nicht Word offen lassen, während man aber in Excel arbeitet o. ä. Außerdem sollte man im Auge behalten, welche Programme über den Autostart mitgeöffnet werden.
Diesen Bereich verändert man am einfachsten, indem man unter Start > Ausführen den Befehl msconfig erteilt. Dort schaut man unter Systemstart nach und schaltet alles ab, bis auf Virenscanner und Firewall, so sie denn dort aufgeführt sind. Alles andere ist definitiv überflüssig und wird für den Windowsstart nicht benötigt.
Happy Computing wünsche ich Ihnen….