Immer wieder werde ich gefragt, ob es nicht sinnvoll sei, anstelle eines Handy und eines PDA ein sog. Smartphone zu kaufen. Schließlich spare man sich dann einen separaten PDA und könne Termine, Kontakte und Aufgaben zusätzlich auf dem Handy verwalten.
Hier also ein Empfehlungsversuch: Zunächst ist es so, dass nahezu jedes aktuelle Handy, wie etwa das Nokia 6230(i) zur Verwaltung von Terminen, Kontakten und Aufgaben in der Lage ist. Ebenso kann nahezu jedes Handy mit Outlook synchronisiert werden. Insofern gibt es fast nur noch “Smartphones”.
Nun ist es aber so, und diesen Einwand teile ich, dass der Bedienkomfort moderner Handies im Vergleich zu einem PDA in dessen Spezialgebieten deutlich schlechter ist. Insbesondere die MDA-/XDA-Produktfamilie geht daher den Weg, einen PDA mit Handyfunktionen nachzurüsten, was auf den ersten Blick sinnvoll erscheint.
Man nutzt seinen PDA wie gewohnt stiftbasiert und kann auch noch telefonieren. Die neuen MDA-Modelle verfügen sogar zusätzlich über eine Tastatur. Wer sein Handy jedoch intensiv nutzt, wird mit diesen klobigen Handy-PDAs mit Sicherheit nicht glücklich werden. Ein Handy steckt man schon mal locker in die Hemdtasche; versuchen Sie das mal mit einem MDA.
Abgesehen vom deutlich unterschiedlichen Gewicht, ist auch die Empfindlichkeit des PDA hinsichtlich Stürzen oder Kratzern auf der Oberfläche nicht zu unterschätzen. Wem von Ihnen ist noch nie das Handy herunter gefallen?
Ein MDA ist also für Handynutzer nicht die Alternative. Bleiben die Handies mit PDA-Funktionen. Diese sind zwar auch etwas größer und schwerer als reine Handies, jedoch längst nicht so schwer wie die MDA-Fraktion.
Aus verschiedenen Tests sind in letzter Zeit immer wieder die SDA-Modelle von T-Mobile als Sieger hervorgegangen. Diese sehen aus wie ganz normale Handies, basieren aber auf einem PocketPC-Betriebssystem von Microsoft (Windows Mobile). Dadurch eignen sie sich hervorragend für die Anbindung an einen PC und damit zur nahtlosen Outlook-Integration.
Zusätzlich zu den Businessfunktionen (Termine, Kontakte, Aufgaben) beherrschen die Geräte auch multimediale Spielereien, wie das Abspielen von MP3 (beim SDA music auch als Klingelton verwendbar). Ebenso lassen sich Worddokumente auf den Geräten betrachten (wer´s braucht…).
Die von Handies zur SMS-Erfassung gewohnte Texteingabeunterstützung T9 lässt sich bei den SDA auch in den anderen Bereichen (Termine etc.) nutzen, was den Nachteil, dass die Geräte nicht stiftbasiert nutzbar sind, etwas aufwiegt.
Fazit: Unschlagbar ist und bleibt die Kombination leichtes Handy und funktionaler PDA als jeweils einzelnes Gerät. Handynutzer werden sich am ehesten mit einem Gerät á la SDA anfreunden können. Menschen, die ein Handy ohnehin nur für alle Fälle besitzen, aber einen PDA ständig auslasten, können über einen MDA nachdenken.